Wer mit Klebestreifen etwas anderes machen möchte als einen Riss im Kabel zu flicken, kann zum Beispiel damit den kürzesten Weg zum Kühlschrank markieren, eben diesen Kühlschrank im Falle einer Diät mit dem Tape fest zukleben,
sich selbst mittels fester Streifenumwicklung eine schlanke Taille oder einen Waschbrettbauch verpassen oder die Schwiegermutter endlich mundtot machen.
Auf eine sehr kreative Verwendung von Klebeband ist auch die Künstlerin Rebecca Ward gekommen. Sie verwendet es nämlich für Objekte, die in einen überaus faszinierenden Dialog zwischen Linie und Außenwelt treten.
Und spannender Weise scheinen nicht wenige dieser farbenprächtigen Kunstwerke zum Teil in Form von Würfeln oder Hängematten frei in der Luft zu schweben. Auch zeigen sie durch Kreuzen der verschiedenen Streifen immer wieder andere, spannende Farb-und Lichtspiele.
Die talentierte Klebeband-Künstlerin wickelt a la Christo auch mal ein Treppenhaus ein oder drapiert die Bänder von der Decke wie moderne Luftschlangen hängend. Die Installationen sind übrigens das Endprodukt eines langen, künstlerischen Prozesses. Am Anfang stehen Skizzen, in denen die Position jedes einzelnen Streifens akribisch festgehalten wird.