Wäre die Barbiepuppe echt, würde sie nur kriechen können. Denn ihr schmaler Körper könnte das Gewicht des Zuckerhutbusens nicht tragen. Trotzdem lässt Barbie samt Lover Ken und Barbie-Traumhaus oder Barbie-Beauty-Farm noch immer Mädchenherzen höher schlagen. Was aber kaum jemand weiß: Die Barbie-Puppe geht auf die Zeichnung eines deutschen Karikaturisten der Bildzeitung zurück und wurde in Deutschland im Jahre 1955 als „Lilly“ bekannt, bevor die amerikanische Firma Mattel zwei Jahre später die Rechte an eben dieser Puppe kaufte, welche dann als Barbie ihren Siegeszug antrat.
Mattel wacht nun aber sehr eifrig darüber, dass niemand die Barbie zu etwas anderem als zum Kaufen und Spielen verwendet. So zog die Firma zum Beispiel gegen die dänische Pop-Gruppe Aqua und deren Song „Barbie Girl“ zu Felde. Der Konzern verklagte auch den US-Künstler Tom Forsythe, denn der hat nackte Barbie-Puppen abgelichtet. Die Klage wurde allerdings abgewiesen, und so kann man in den Genuss der Forsythe-Fotos kommen.
Der Fotograf lichtete die Barbie im Cocktailglas ab, lässt die Schöne auch schon mal auf einem stacheligen Kaktus reiten oder zeigt, wie sie von hinten mitten eines Mixers massiert wird. Dem Fotografen ging es bei diesen Bildern des blonden Busenwunders nämlich vor allem darum, auf den Umgang mit Frauen in den USA aufmerksam zu machen, zum Beispiel in der Werbung oder in Magazinen.
Doch der überaus vielseitige Forsyte kann auch anders. Der überzeugte Taoist arbeitet nämlich ebenfalls an Projekten wie seinen „Healing Visions“. Diese langsamen Bildsequenzen zeigen die Natur in Bewegung und laden zum Meditieren ein.