Wer Alfred Hitchcock kennt, weiß, dass der Meister des subtilen Grauens es liebte, sich selbst in Szene zu setzen. Nicht nur, dass er sich hervorragend zu vermarkten verstand, nein, Hitch tauchte in seinen Filmen immer wieder in kleinen oder kleinsten Rollen auf.
Doch egal, wie lange er auf der Bildfläche zu sehen war – unverkennbar war er immer. Denn Hitch verstand es wie kein zweiter, sich selbst ein unverwechselbares Gepräge zu geben. Im Filmklassiker „Die Vögel“ zum Beispiel kommt er mit einem weißen Hundepaar aus genau der Tierhandlung, welche Tippi Hedren betritt.
Und im nicht minder berühmten „Vertigo“überquert er ganz einfach eine Straße. Doch genau diese kleinen Statistenrollen waren es, die als Hitchcock-Cameos berühmt wurden. Dabei war es in seinen ersten britischen Filmen der Mangel an Statisten, der ihn dazu brachte, immer wieder im Hintergrund aufzutauchen. Später entwickelte sich aus diesen Auftritten dann sein Markenzeichen. Und schon bald wartete das Publikum gespannt auf den Moment, in dem Hitch auf der Leinwand auftauchte.
Das führte sogar zu der absurden Situation, dass die Fans weniger auf die Handlung als auf den Moment achteten, in denen der Meister zu sehen war. Aus diesem Grund wurden seine Auftritte von ihm dann auch möglichst weit an den Anfang des Filmes gelegt.
Nur in drei seiner Filme hatte er keine Cameo-Auftritte. Im Film „Das Boot“ zum Beispiel, der nur auf einem kleinen Rettungsboot auf dem Meer spielt, sieht man ihn lediglich in einer Zeitung- in einer Werbeanzeige für eine Diät in Form eines „Vorher-Nachher-Fotos“.