Nachdem die Finanzkrise die Welt fast in kleine Stücke zerrissen hätte, und uns alle in ihren gichtigen Giergriffel noch immer gefangen hält, wird es Zeit, dass sich einer der größten Antihelden der Wall Street zurückmeldet: Gorden Gecko, Mentor und Gegenspieler von Tom Cruise in Oliver Stones Finanzthriller „Wall Street“ hat schon in den achtziger Jahren gezeigt, wie man auf Kosten des Restes der Gesellschaft gute Geschäfte machen kann.
Und gerade rechtzeitig, um bei dieser größten aller Krisen der letzten drei Generationen mitzumischen, wurde er aus dem Gefängnis entlassen.
Oliver Stone selbst führt bei diesem Sequel wieder Regie. Produziert hat er „Money Never Sleeps“ mit eine Besetzung zum Fingerabschlecken: Neben dem Original Gorden Gecko Michael Douglas und Shea LaBeouf („Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ und die Transformer Filme) als sein neuer Protegé, spielen der immer faszinierende Josh Brolin („No Country For Old Man“, „W“, „Milk“) und der erstaunlicherweise weiterhin quicklebendige Eli Wallach mit, den meisten wohl bekannt als der Bösewicht Calvera, der Anführer der Banditenbande in „Die glorreichen Sieben“ – und mittlerweile über 94 Jahre alt.
Mit Mr. Stone am Ruder kann man davon ausgehen, dass „Money Never Sleeps“ einer der bösesten und entlarvensten Filme des Jahres wird. Aktueller und wichtiger kann das Thema ja auch kaum noch werden.
Wer es noch nicht getan hat, sollte auf jeden Fall bis zum Erscheinen des zweiten Teils den ersten gesehen haben. Hier ein kleiner Rückblick und eine gute Geschichtsstunde – Lektion Eins – „Wall Street“ von 1987: