John Cleese ist vor allem als Mitglied von Monty Python berühmt geworden. Der englische Komiker, Schauspieler, Drehbuchautor und Synchronsprecher hält aber auch Gastvorträge an Universitäten, zum Beispiel über Kreativität.
Hier berichtet er über das Phänomen des „eine Nacht darüber Schlafens“, das seiner Meinung nach auch für den Schaffensprozess sehr wichtig ist. Er erzählt, dass er als junger Student in einer Schauspielgruppe mitwirkte, für die er auch Sketche schrieb.
Oft saß er nachts über seinem Manuskript und kam nicht weiter. Ging er dann jedoch zu Bett und schaute sich am nächsten Morgen das Skript noch einmal an, hatte er sofort die zündende Idee, welche am Abend zuvor noch gefehlt hatte. Das Unterbewusste, so Cleese, arbeitet nämlich im Schlaf sehr kreativ an dem Proplem weiter und präsentiert uns sein Ergebnis am nächsten Morgen.
Und noch eine verblüffende Entdeckung machte er: Einmal ging ihm ein Skript verloren und er musste es nochmals schreiben. Als er das Original wiederfand, erkannte er, dass sein zweiter Versuch weitaus besser war. Er zieht den Schluss, dass auch hier das Unbewusste weitergearbeitet hatte.
Weiterhin stellt Cleese fest, dass man sich im Schaffensprozess vor allem von Störungen von außen schützen müsse. Um wirklich kreativ zu sein, ist es sinnvoll, zwei Grenzen zu ziehen: Man sollte sich räumlich von der Umwelt abschotten, sich also einen geschützten Ort suchen. Und man sollte sich ein Zeitlimit (zum Beispiel zwei Stunden von 8.00-10.00) für den kreativen Schaffensprozess setzen.
Wir beherzigen übrigens die Tipps von Cleese und können diese nur wärmstens weiterempfehlen!