Es war einmal ein Mann namens Ray Harryhausen. Mr. Harryhausen war schon vor vielen Jahrzehnten eine lebende Legende – heutzutage ist er eher ein Titan der Filmindustrie. Denn Mr. Harryhausen war fast allein verantwortlich für die Stop-Motion-Tricktechnik Hollywoods.
Seit Anfang der vierziger Jahre verfeinerte und perfektionierte er sie und machte die fantastischsten Monster lebendig, und erreichte damit, was kein Schauspieler im Kostüm je hinbekommen hätte. 1981 erschien der letzte Film des Handwerkers „Kampf der Titanen“ – ein Jahr bevor „Tron“ den Weg ins Computerzeitalter wies.
Harryhausen lebt noch, mittlerweile ist er fast 90 Jahre alt. Und man fragt sich schon, was er wohl von dem kommenden, von Digitaleffekten strotzenden Remake halten mag:
Es ist irgendwie eine komische Idee, ausgerechnet den „Kampf der Titanen“ neu zu verfilmen, denn schon die Geschichte des Originals war recht willkürlich aus verschieden Fetzen der griechischen Mythologie zusammen geklaut – alles war nur ein Aufhänger, Tricks zu präsentieren. Ist ja heute kaum anders, trotzdem hätte man sich schon die Mühe machen dürfen, etwas Neues zu erfinden.
Andererseits kann man den neuen Film vielleicht als Verbeugung vor dem Meister sehen. Bleibt zu hoffen, dass zwischen all dem Spektakel der Spaß nicht versteinert. Immerhin, eine Lieblingsszene gibt es schon: „RELEASE THE KRAKEN!“ In diesem Sinne.
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1 Kommentar
Der Film schat aus, als wenn er echt klasse gemacht worden wäre. Bin sehr gespannt darauf. Ich war schon immer ein Fan der Mythologie auch wenn der Film sich eher abenteuerlich anhört....