Ob nun Schottland oder Irland das Ursprungsland des Whiskys ist, gilt bis heute als noch nicht eindeutig geklärt. Wer das „flüssige Gold“ gerne trinkt, der weiß, dass nicht nur jeder Whisky anders schmeckt, sondern dass auch der Inhalt eines jeden Fasses sich vom Geschmack der übrigen Fässer unterscheidet.

Doch die Vielzahl der Whiskyaromen entsteht auch durch die verwendeten Rohstoffe, die Fassreifung und den jeweiligen Herstellungsprozess.
Im Handel ist Whisky unter verschiedenen Bezeichnungen erhältlich. Wenn dieser nur aus gemälzter Gerste hergestellt wird und zehn Jahre in Holzfässern reift, wird er als Malt bezeichnet. Wird zur Herstellung dagegen Mais, Weizen, ungemälzte Gerste oder Roggen verwendet, handelt es sich um Grain. Der nur aus Roggen hergestellte Whisky heißt Rye und von einem Bourbon spricht man, wenn dieses Getränk überwiegend aus Mais hergestellt wurde.

Doch auch der Herstellungsprozess spielt bei der Bezeichnung der Whiskysorten eine Rolle. Ein Single ist in diesem Zusammenhang nämlich kein partnerloser Einzelmensch sondern ein Malt, der nur in einer einzigen Brauerei gebrannt wurde, während ein Blend ein verschnittener Whisky ist. Diese Single Malts haben immer einen ganz eigenen, individuellen Charakter, der bestimmt wird durch die Herstellung und Lagerung. Die Vatted Malts oder Blends Malts dagegen sind Sorten, die in verschiedenen Destillerien gemischt werden. Diese sind meist sehr kräftig im Geschmack.
Sehr viele Whiskysorten kommen aus Schottland und auch aus Irland. Irischer Whisky schmeckt etwas milder als die eher rauchigen, schottischen Whiskys, da ersterer bei der Herstellung nicht mit Rauch in Kontakt kommt. Der amerikanische Whisky wird aus Roggen, Mais und Gerste hergestellt. Bekannt ist hier vor allem der Bourbon, der einen hohen Maisanteil hat. Daneben gibt es auch noch kanadische und japanische Sorten.
Und natürlich spielt auch das Alter des Whiskys eine wichtige Rolle. Dies besagt – anders als beim Wein – die Zeit, die der Whisky im Fass mit Reifen verbracht hat. Ist er erst einmal in der Flasche, verändert er seinen Geschmack fast gar nicht mehr.

Eine beliebte Whiskymarke ist zum Beispiel Jack Daniels. Dieser Tennesse-Whisky ist im Geschmack recht rauchig und scharf, Liebhaber loben vor allem seinen exzellenten Nachgeschmack. Er kostet um die 29 Euro.

Ein bekannter Scotch Whisky ist Johnnie Walker, diesen gibt es in verschiedenen Labels, wobei Red Label am beliebtesten ist. Echte Whiskyfans beurteilen diese Sorte aber als im Geschmack recht fade und durchschnittlich und raten eher zum Gold Label mit seinem süßen und mildem Geschmack. Während man für den Red Label um die 14 Euro bezahlt, muss man bei dem Golden Label mit rund 50, 00 Euro schon tiefer in die Tasche greifen.

Whisky-Anfänger können übrigens auch gut den Glenfiddich probieren, einen Single Malt, der je nach Alter von trocken und birnenartig-fruchtig bis zu leicht würzig mit Limonennote schmeckt, und den man ab 23 Euro im Handel erhält. Hier gibt es übrigens auch eine Rare Collection zum stolzen Preis von 189.000 Euro pro Flasche.
Verschiedene Whiskys in allen Preisklassen findest du hier
Whisky samt Zubehör bei Amazon
Von Joachim Baumann | 26.01.10 |
Weitere Produkte