Animalische Hingucker der ganz besonderen Art bietet das Gopher Hole Museum in Torrington, Alabama. Wohin das Auge reicht, gibt es hier ausgestopfte Erdhörnchen der nordamerikanischen Sorte „Richard Ground Squirrels“.
Die possierlichen Tierchen stehen dort aber nicht einfach so herum und sind auch nicht in Glasvitrinen eingesperrt worden. Stattdessen wurden sie als Friseure, Musiker oder Pastoren hergerichtet. Das Museum öffnete seine Tore im Jahr 1996. Die darin ausgestellten Erdhörnchen wurden größtenteils von ortsansässigen Farmern gespendet. Für die sind diese Tiere nämlich ein echtes Problem und müssen daher oft getötet werden. Doch die Erdhörnchen haben nach ihrem Ableben ja nun eine sinnvolle Verwendung gefunden.
Ausgestopft und fertig präpariert findet man hier zum Beispiel einen kleinen Trompetenspieler in Hut und Weste und sogar eine Eisprinzessin mit Kopfschmuck, kurzem Röckchen und Minischlittschuhen über dem Arm.
Manchmal werden ganze Szenen nachgestellt, wie zum Beispiel ein kleiner Marktstand mit Tischdecken, Miniwaren, Händler und Käufer, der an einen Kinderkaufladen erinnert.
Und auch die Kirche ist vertreten: in Form eines predigenden Erdhhorn-Pastors, eines schwebenden Erdhorn-Engels und eines Kirchendieners in Erdhörnchengestalt, der während der Predigt eingeschlafen ist.
Und sogar die Hydranten , die im Außenbereich vom Museum stehen, sehen wie Erdmännchen aus. Die Stadt errichtete dieses Museum als Touristenattraktion, und die wurde es auch. Dies hat das Museum nicht zuletzt der PETA zu verdanken, die sich für ethisch korrekte Behandlung von Tieren einsetzt und daher entrüstet auf das Projekt reagierte. Doch der PETA-Protest trug nur dazu bei, das Museum noch bekannter zu machen.