Ein neues Combo-Angebot aus Hollywood: Teenie-Komödie und Superhelden-Film in einem. Nein, es geht nicht um Spiderman 4 (der übrigens neusten Berichten zufolge auch nie gedreht werden wird), sondern um einen neuen mysteriösen und noch jüngeren Helden: Den geheimnisvollen Kick-Ass!
Auch wenn „Kick-Ass“ die Comichelden-Filme der letzten Jahre zitiert und auf die Schippe nimmt (wer findet die meisten „Watchmen“ Anleihen?), werden diese Werke weniger veralbert als vielmehr liebevoll in eine halbwegs normale Umgebung gesetzt – nun ja, was Hollywood der Welt nun einmal als normal verkauft. Auch wenn es auf dem ersten Blick nicht zu erkennen ist, basiert nämlich auch „Kick-Ass“ auf einer Comicheftreihe, die erst seit 2008 auf dem Markt ist und sich vorgenommen hat, realistische Superhelden zu erschaffen.
Dass dies schon in gedruckter Form nicht durchgehend gelang, kann man verschmerzen – für „Kick-Ass“, den Film, schien man es von Anfang an mit der Realität nicht übertreiben zu wollen. Sonst müsste Hit Girls Grundschule schon einen beeindruckenden Kampfkunstunterricht in Angebot haben: John Woo als Lehrer und Uma Thurmans die Braut als Tutorin? Uns kann’s nur recht sein!
Und wer einen wirklich schmerzhaft realistischen Superhelden-Film sehen will, sollte weiterhin auf M. Night Shyamalans „Unbreakable“ zurückgreifen, und zusammen mit Bruce Willis die Depression eines Helden fühlen.