Sie erinnern zum Teil an die Bilder, die sich seit dem 11. September 2001 in die Köpfe vieler Menschen eingebrannt zu haben scheinen wie auf einer Art virtueller Festplatte, die nie wieder zu löschen ist: die sich aus Wolkenkratzern in den Tod herabstürzenden Menschen, deren Bilder um die Welt gingen.
Der Fotograf Kerry Skarbakka ließ sich durch die Hilflosigkeit, die diese Ereignisse in ihm auslösten, zu ungewöhnlichen Aktionen inspirieren, die zu noch außergewöhnlicheren Fotos führten. Er fotografiert sich – natürlich immer abgesichert – beim Fallen aus Bäumen, Springen von Brücken und in der Mitte eines Feuers.
Der Betrachter der Fotos wird hier Augenzeuge eines Augenblicks, der sich immer und immer wiederholt: dem Straucheln oder Fallen eines Menschen. Dieser stützt sich voller Panik aus einem einstürzenden Wolkenkratzer, während seine Mitmenschen dies aus ihren Bürofenstern beobachten oder sogar mit der Kamera ablichten. Doch auch in normalen Alltagssituationen zeigt sich Skarbakka immer wieder stürzen und fallen: Er fällt von Bäumen, stürzt eine Treppe hinunter, rutscht in der Dusche aus oder hat einen Fahrradunfall.
Betrachtet man diese Bilder, so scheinen wir in einer Zeit des permanenten Absturzes zu leben. Dies wird auf den Fotos kunstvoll aber nicht voyeuristisch inszeniert und wirkt daher um so eindrucksvoller.
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2 Kommentare
An dem Yves Klein Vergleich ist definitiv was dran. Mir fällt dazu das Intro von Magnolia ein: http://www.youtube.com/watch?v=t4k16Q3bK3w (ab ca. 2:40). Für den Film selbst herrscht übrigens absolute Sichtpflicht.
(20.01.10 | 19:41)
Erinnert an Yves Kleins "Sprung in die Leere" von 1960. Der war übrigens nicht gesichert und hatte behauptet, sich einfach nur geschickt abgerollt zu haben. Irrer Stunt für einen Künstler: http://www.kulturzukunft.de/leapvoid.html