Eine faszinierende Verbindung zwischen Kunst und Keramik hat Rebecca Ridselds aus York geschaffen. Sie arbeitete hierbei mit chinesischem Knochenporzellan. Bei dieser Porzellansorte handelt es sich um ein in England entwickeltes Porzellan mit besonders hoher Transparenz.
Und genau mit diesem Porzellan kreiert Rebecca Ridselds Teller und Tassen, die wie seziertes oder aufgeklapptes Geschirr wirken. Die Idee zu diesen ungewöhnlichen Arbeiten kam ihr, als sie über die alte Frage: „Was ist Kunst, und was ist Handwerk?“ nachgrübelte.
Und da kam sie auf die Idee, den Tassen und Tellern aus Porzellan einmal auf den Grund zu gehen. Eine Serie Gebrauchskeramik wurde zu diesem Zwecke von ihr mittels Skalpellen und Nadeln unter einem Mikroskop in Einzelteile zerlegt, bis ihr Arbeitstisch voll war von zerschnittenen Porzellanteilen. Und das, so fand sie, ergab in dieser Mischung die Möglichkeit, aus den Gebrauchsgegenständen Kunstwerke zu kreieren.
So entstand zum Beispiel ein völlig neuartiger und sehr kunstvoller Porzellanteller, indem zwei Teller aufeinandergelegt und an einer Stelle aufgeschnitten wurden. Und an genau dieser Schnittstelle sitzen zwei chirurgische Instrumente, sodass das ganze wie operiertes Geschirr wirkt. Ähnliches geschah auch mit einer Tasse, welche nun ebenfalls aussieht, als ob das Porzellan sich häuten würde.