Schweinegrippeviren gehören bekanntlich nicht zu den erfreulichen Dingen im Leben, zumindest dann nicht, wenn sie uns mit den bekannten, unerfreulichen Symptomen heimsuchen und ins Bett oder gar in die Quarantäne zwingen.
Aber es geht auch anders. Die Viren von Grippe oder Winterhusten haben nämlich Künstler zu originellen „Biopaintings“ animiert. Wie zum Beispiel die bildende Künstlerin und Biologin Patricia Noronha, welche aquarellartige Bilder produzierte, indem sie ein mikrobiologisches Labor als Atelier benutzte und dort mit mikrobiellen Farbkörpern und Biofilmen als künstlerischem Werkzeug kreativ tätig war.
Und Eshel Ben-Jacob, ein Physikprofessor aus Tel Aviv schuf aus simplen Bakterien fragile, zum Teil fluoreszierende Bilder, welche an bizarre Pflanzen erinnern und einen ruhige, fast mediative Wirkung ausstrahlen. Eine andere Kreation des Künstlers trägt den Namen „Der Drachen“ und zeigt nichts anderes als die von ihm künstlerisch umgesetzte Veränderung von Bakterien durch Penicillin.
Ein weiteres Meisterwerk aus der Petrischale schuf Hunter Cole von der Loyola-Universität aus Chicago. Sie fotografierte lebende Bakterien und der Betrachter erblickt ein Kunstwerk, das frappierend an abstrakte kopffüßlerartige Gemälde von Picasso erinnert.