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Wenn wieder Großputz angesagt ist, weil sich viel Staub unter den Möbeln und in den Ecken angesammelt hat, braucht man nicht mehr zum Staubsauger zu greifen.

Eine kreative Alternative zum Saugrohr ist ein Engländer namens Paul Hazelton. Der dreiundvierzigjährige Hazelton, auch als „Herr Staubmann“ bekannt, nimmt Ihren ganzen Staub gerne mit.
Nein, er hat keinen Staubfetisch. Er sammelt Staubflocken, um daraus dreidimensionale Kunstwerke zu schaffen. So entstand schon ein staubig daliegendes Skelett, das wie geröntgt aussieht oder ein Miniwohnzimmer mit Fußboden, komplett eingestaubt. Auch ein Aktenkoffer wurde auf diese Art und Weise bereits geschaffen. Zu Weihnachten werden einige seiner Werke in einer Ausstellung in New York zu bewundern sein.

Hazelton nimmt keinen Staub aus dem Staubsauger für seine Skulpturen, da dieser ja mit anderem Abfall vermischt ist. Was der Künstler braucht, ist Originalstaub von Fensterbänken, Möbeln oder Bildern. Diesen sammelt er ein, und dann entstehen die 20 bis 50 Zentimeter hohen Staubobjekte durch Befeuchten, vorsichtiges Beschneiden und anschließendes Trocknen.

Wie kommt man auf solch verstaubte Ideen? Paul Hazelton vermutet, dass seine Faszination für Staubiges daher rühren könnte, dass er in einer absolut staubfreien Umgebung aufgewachsen ist. Und der Mensch, sagt er, der ja, wie man sagt, aus Staub geschaffen worden sei, habe wohl ein Interesse daran, auch andere Dinge aus Staub zu kreieren. Und eine tolle Art von Recycling sei es obendrein.
Nun hat man auch endlich einen Grund, mit dem Staubwischen noch ein wenig zu warten. Denn es soll sich ja lohnen, wenn Paul Hazelton zum Abtransport kommt!
[Via]
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Von Joachim Baumann | 19.12.09 |
Haushalt & Wohnen
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