Normalerweise gehört ein Rollstuhl nicht gerade zu den optischen Hinguckern: Mit in der Regel blauem oder schwarzem unattraktivem Plastiksitz und großen Rädern sieht er immer ein bisschen nach Krankenstation aus, wirkt funktionell und allenfalls praktisch.
Eine Aufgabe für den Designer Lawrence Kwolk und seine Mitstreiter Tino Sacino, Danna Lei and Alison Ochoa. Was dabei herauskam trägt den Namen „Nimbl“ und lässt Erinnerungen an das Bauhaus wach werden.
Sitz und Armlehnen des rollenden Designerstuhls sind aus schneeweißen Kohlefasern. Geschickt unter der Sitzfläche versteckt befindet sich das Bedienungselement für einen Lift, durch welchen diese verstellt werden kann. Einen besonderes futuristischen Anblick bilden vier motorbetriebenen, weißen Räder, welche speichenlos sind und eher wie große, weiße Ringe wirken. Diese sind leicht nach innen gebogen, was dem Teil optisch eine gewisse Schwerelosigkeit gibt.
Auf Wunsch werden die Räder auch mittels einer Batterie gespeist. Die weißen Seitenlehnen können zum Aussteigen entfernt werden. Die chromglänzende, fragil wirkende Fußstütze kann ebenfalls abgeklappt werden. Und so lässt der Rollstuhl auch in Punkto Bequemlichkeit keine Wünsche offen, zudem sich der Rücken des Sitzes zurückkippen lässt.
Die sich auf der Armlehne befindenden, weißen Bedienungselemente wirken wie aus einem Raumschiff in die Realität gebeamt. Der futuristisch anmutende Rollstuhl wurde für den Innenbereich entwickelt, obwohl er sicher auch das Straßenbild optisch gut beleben würde.