Die bitter schmeckende Pflanze mit dem lateinischen Namen „Artemisia Absinthium“ wird auch heute noch für die Herstellung des in der Vergangenheit berühmt-berüchtigten Wermuts Absinth genommen.
Damit dieser aber auch angenehm schmeckt, wird der Absinth noch mit Kräuterzusätzen wie Sternanis oder Fenchel verfeinert.
Nicht wenige große Künstler der Vergangenheit sollen ihre Inspiration auch dem Absinth-Genuss zu verdanken haben. Dem Geist des Wermutkrautes sollen zum Beispiel die Schriftsteller Oscar Wilde oder Charles Baudelaire und auch die Maler Picasso und Toulouse Lautrec zugesprochen haben.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Absinthgenuss in Deutschland übrigens verboten, da das Getränk als unerlaubte Rauschdroge galt. Der heutige Wermut enthält aber nur noch 19 Prozent des berauschenden Neurotoxins Thujon.
Nun aber kann man sich den Absinth auch noch auf eine andere, ganz neue Art zum Munde führen: Eine amerikanische Firma hat nämlich einen Absinth-Lippenbalsam auf den Markt gebracht. Nach Herstellerangaben soll dieser aber keine kreativen Rauschzustände hervorrufen, sondern spröde Lippen geschmeidig machen, indem man ihn wie einen Lippenstift benutzt. Bleibt nur zur hoffen, dass der Absinth-Lippenbalsam bei einer etwaigen Alkoholkontrolle am Steuer eines Kraftfahrzeuges keinen übereifrigen Polizisten auf den Plan ruft.