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Im 2.Teil des Kaufberaters “Camcorder” gehen wir näher auf die Speichermedien, die man für diese Videokameras nutzt, ein.


Speichermedien
Wie bei den Computern gibt es bei den Camcordern die gleichen Speichermedien. DVD, Festplatte, Mini-DV-Kassetten und Speicherkarten. Bei den günstigeren Camcordern setzt sich die SD-Karte immer mehr durch, doch die anderen Varianten sind nicht schlechter oder besser. Sie haben alle Vor- und Nachteile. Die Unterschiede werden bei der Weiterverarbeitung, der Aufnahmedauer, der Qualität und dem Preis sichtbar.
Es gibt Hersteller, die zwei Speichermedien miteinander verbinden, wie zum Beispiel Canon oder Panasonic. Hier werden z.B. Festplatte mit Speicherkarte kombiniert. SD-Speicherkarten haben den Vorteil, sehr klein zu sein und sie sind unempfindlich gegen Erschütterungen. Es gibt sie mit unterschiedlicher Speicherkapazität und sie sind preiswert.
Im Gegensatz dazu stehen die Festplatten, die zwar teuer sind, aber sehr viel Speicherkapazität bieten. Doch wer sein Material nacharbeiten möchte, sollte nicht unbedingt zur Festplatte als Speichermedium greifen. Oft kann man die Filme nur mit der mitgelieferten Software anschauen und die Formate sind meist nicht kompatibel, so dass eine Nachbearbeitung nicht oder nur sehr schwer möglich ist.
Wer direkt auf DVD aufnimmt, kann die Videos ohne Bearbeitung auf einem DVD-Player abspielen. Doch die Speicherkapazität ist gering. 18 bis 30 Minuten können Aufnahmen in hoher Qualität auf der DVD gespeichert werden. Der einzige Vorteil ist das direkte Abspielen nach dem Aufnehmen. Im Vergleich sind die Rohlinge auch teuer, da man sie nur einmal bespielen kann und die DVD-RW oder DVD-RAM-Rohlinge sind in der Anschaffung auch sehr teuer.
Das MiniDV-Band mag erst mal etwas antiquiert wirken, ist es aber nicht. Es ist im professionellen Bereich nach wie vor das beste Speichermedium. Der Nachteil ist kurz erläutert, anstatt von einer Szene zur nächsten zu springen, muss hier noch gespult werden. Doch im Gegensatz zu dem Speicherformat MPEG wird hier jedes Bild komplett aufgenommen und kann daher hervorragend für Videoschnitt und –bearbeitung verwendet werden. Die Speicherkapazität ist verhältnismässig gut. Auf ein 80-Minuten-Band passen ungefähr 18 Gigabyte. Im Longplay-Modus könne auf dem Band 120 Minuten ohne Qualitätsverlust aufgenommen werden. Das entspricht 27 Gigabyte.
Welches Format nun das richtige für Ihren Bedarf ist, hängt davon ab, wie Sie das Videomaterial weiterverwenden möchten. Wer seine Videos ohne Nachbearbeitung ansehen möchte, fährt mit der DVD am Besten. Wer hohe Qualität und die Möglichkeit des Videoschneidens und des Bearbeitens möchte, soll sich für die Variante der Magnetbänder entscheiden. Lassen Sie sich aber nicht einreden, dass diese Variante veraltet und überholt sind im Gegensatz zu Festplatte usw. Diese Medien wurden erfunden, um modern zu wirken, sind dem MiniDV-Band jedoch unterlegen.
Von Marc Reinhardt | 12.10.09 |
Foto- & Videokamera
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