DVD-Player und Breitbandanschlüsse machen es einem so einfach wie nie, selbsterstellte Filme zu archivieren oder sogar ins Internet zu stellen. Aber welcher Camcorder ist der Richtige für die individuellen Bedürfnisse und worauf muss man beim Kauf achten? Auf diese Fragen haben selbst Fachverkäufer keine Antwort. Wir hoffen, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.
Ausstattungsmerkmale
Bei den Ausstattungsmerkmalen der Camcorder gibt es gravierende Unterschiede. Auf dem langen Weg vom Motiv bis zum Bild ist der Bildsensor der wichtigste Teil. Das im Objektiv einfallende Licht wird von diesem Chip in digitale Signale umgewandelt. Wenn hier etwas verloren geht, kann es auch mit modernster Elektronik nicht mehr gerettet werden.
Die Anzahl der Megapixel wird auch bei Camcordern im größer. Doch für die Aufnahme von Videos spielt dies eine untergeordnete Rolle, da unsere Fernseher eine Standartauflösung von 0,4 Megapixeln ( 720 x 576 Pixel) haben. Man benötigt jedoch beim Camcorder ein paar Pixel mehr, um alle Farben speichern zu können. Man benötigt eine Auflösung von 0,6 Megapixel. Viel wichtiger als die Auflösung ist die Größe des Bildsensors. Hochwertige Camcorder besitzen drei Bildsensoren. Bei diesem System wird das Licht durch ein Prisma in drei Lichtbündel geteilt und bietet ein besseres Bild, weil die Farben nicht durch Pixel addiert werden sondern drei volle Bilder. Profikameras haben oftmals nur 0,8 Megapixel, besitzen jedoch große Bildsensoren. Lassen Sie sich daher nicht durch die Anpreisung der hohen Auflösung in die Irre führen.
Objektiv
Bei den Objektiven gibt es keine gravierenden Unterschiede. Je höher die Lichtstärke, desto mehr Licht lässt das Objektiv bei voll geöffneter Blende durch. Dadurch können besser Aufnahmen bei schlechteren Lichtverhältnissen gemacht werden. Austauschbare Objektive mit einer sehr guten Lichtstärke bekommen Sie erst bei richtig teuren Camcordern. Wichtig um einen optischen Filter vor das Objektiv zu schrauben, ist ein Filtergewinde am Objektiv.
Zoom
Lassen Sie sich nicht von Superlativen beirren. Der digitale Zoom beginnt dort, wo der optische Zoom endet. Dabei macht vergrößert er lediglich das Bild. Doch mit jeder Vergrößerungsstufe verschlechtert sich die Auflösung und somit auch das Bild. Zudem verwackelt das Bild auch bei steigendem Zoom viel stärker. Bei einem zehnfach optischen Zoom kann man ohne Stativ keine schönen Aufnahmen mehr machen. Mehr Zoom wird von Hobbyfilmern eher selten benötigt.