Nun zieht auch Google nach: Nach Spotify, Apples iTunes oder Amazons Online-Musikshop wird auch Google zum Online-Musikhändler. Seit heute ist es in den USA für Nutzer von Android-Handys möglich, mp3s über Google Music zu kaufen. Zähe Verhandlungen mit Musiklabels und Rechte-Inhabern sind überstanden – allerdings nur in den USA.
Bereits seit Mai gibt es Google Music in den USA als Betaversion. Die Testnutzer konnten bis zu 20.000 Songs kostenlos online speichern und von überall aus abrufen. Mit dem eigentlichen Launch von Google Music bestehen nun auch die Möglichkeit, Lieder in einem Shop zu kaufen – ähnlich wie bei iTunes. Der Preis für eine mp3-Datei mit einer Bitrate von 320 kbps liegt zwischen 0,99 und 1,29 US-Dollar; Alben kosten um die zehn Dollar.
Google Music will allerdings in Zukunft noch mehr als iTunes oder vergleichbare Online-Musikdienste bieten. So sollen Nutzer ihre gekauften Songs auf Google Plus mit ihren Kontakten teilen können, was an die Kooperation von Facebook und Spotify erinnert. Außerdem will Google Music den Nutzern Musik vorschlagen, die sie mögen könnten, genauso wie Freunde sich gegenseitig Musik vorschlagen können. Darüber hinaus hat Google angeblich mit einigen Künstlern, wie z.B. Pearl Jam, Shakira oder Coldplay, Exklusivverträge vereinbart. Bestimmte Veröffentlichungen sollen dann nur auf Google Music bereitstehen.
Ein weitere Anreiz für die Anmeldung bei Google Music dürfte für amerikanisch Internet-User momentan das Angebot, jeden Tag einen Song kostenlos downzuloaden.
Momentan bestehen Kooperationen mit Universal Music, EMI und Sony Music – die Verhandlungen mit Warner Music scheiterten allerdings. Künstler wie Green Day oder die Red Hot Chili Peppers sind damit bei Google Music nicht erhältlich.
Ob und wann Google Music nach Deutschland kommt, ist nicht klar, denn neben den Musiklabels muss in Deutschland auch die Gema mit ins Boot geholt werden. Google und die Gema streiten sich allerdings seit Jahren drüber, ob und wieviel Geld die Gema für jedes abgespielte Video auf Youtube erhält – zum Frust und Ärger derUser.
Google Music greift iTunes und Spotify an, 4.0 out of 5 based on 1 rating