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Die Stiftung Warentest hat zehn verschiedene App-Stores getestet. Doch keiner konnte in Punkto Datenschutz und Service wirklich überzeugen.

Getestet wurde nicht etwa die Angebotsvielfalt der App- Stores, die mit mehr als 100.000 Apps pro Store wirklich ausreichend ist, sondern die Benutzerfreundlichkeit, Informationsgüte und rechtliche Rahmenbedingungen.
So viel vorab: Die Bestnote im App-Stores Test war gerade einmal „Befriedigend“. Erreicht wurde dieses niederschmetternde Ergebnis vom Windows Phone Marketplace und dem Android Market von Google. Der Windows Phone Marketplace ist somit der Testsieger unter den App-Stores bei Stiftung Warentest. Der Store überzeugte mit reichlich Testversionen von Apps, die es dem User ermöglichen, sich vorab über die Güte und Notwendigkeit eines Programms klar zu werden. Der Android Market bietet immerhin die Möglichkeit den App-Kauf innerhalb einer Viertelstunde zu stornieren.
Der Apple App-Store brachte es bei der Stiftung Warentest gerade einmal zur Note „Ausreichend“, was an schwammig formulierten Datenschutzklauseln in den AGBs des App-Stores liegt.
Doch damit liegt der Apple App-Store noch immer auf Platz drei. Die Note „Mangelhaft“ erhielten die App-Stores Opera Mobile Store, Blackberry App World und der Nokia Ovi Store. Neben rechtlichen Problemen in den AGBs, wiesen die App-Stores technische Mängel auf, wie etwa sehr langsame Downloads.
Alle Shops haben gemeinsam, dass das Thema Datenschutz zu wenig ernst genommen wird. Nicht nur schützen die App-Stores selbst Ihre Kundendaten unzureichend, sondern verkaufen sie auch Apps mit absolut intransparentem Datenschutz. Häufig greifen Apps auf das gesamte Adressbuch zu und speichern Orte, an denen man sich aufgehalten hat.
App-Käufer haben häufig im Vorfeld keine Chance sich über die Datennutzung der Apps zu erkundigen. Nur die App-Stores Androidpit, Adroid Market und Windows Phone Marketplace informieren den Käufer vorab, auf welche Daten eine App zugreifen wird, so das Ergebnis der Stiftung Warentest.
Bei den meisten Stores kommt das böse Erwachen erst bei der Nutzung der Applikation. Manchmal kann es hilfreich sein, sich Kundenkommentare zu Apps genau durchzulesen, da sich hier häufig wichtige Hintergrundinformationen sammeln lassen. Weitere Tipps zum App-Kauf bietet Stiftung Warentest hier.
Stiftung Warentest testet App-Stores: Die Ergebnisse sind niederschmetternd, 4.5 out of 5 based on 2 ratings
Von Joachim Baumann | 15.08.11 |
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