Jetzt wo David Hasselhoff wegen hochprozentiger Ablenkung nicht mehr mit Argusaugen über den Strand von Malibu wacht, ist der Schwimmroboter bestimmt ein willkommenes Gadget für die Sicherheitskräfte von Malibu. Denn obwohl so ein Sonnentag am Strand und im Pazifischen Ozean eine Menge Spaß verspricht, sind die Gefahren eines Schwimmausflugs, namentlich die allgegenwärtige Gefahr, zu ertrinken, natürlich stets präsent.
Am kalifornischen Zuma Beach hat man daher eine neue Rettungs-Assistentin vereidigt.
Sie hört auf den Namen E.M.I.L.Y und ist tatsächlich ein Roboter. Zusammensetzen tut sich dieses Akronym aus der zugrunde liegenden, sehr fortschrittlichen Navy Technik “EMergency Integrated Lifesaving lanYard”. Entwickler Hydronalix hat daraus ein Gerät konstruiert, das sich mit fast 45 km/h über das Wasser bewegen und in Seenot geratene Schwimmer mittels eines Sonar Systems erkennen kann. Im Grunde handelt es sich bei dem Schwimmroboter um ein motorisiertes und sehr griffiges Surfboard, an dem sich Badegäste, denen die Kräfte ausgehen, festklammern können. Mit voll aufgeladenem Akku kann E.M.I.L.Y beachtliche 120 Kilometer patrouillieren, bevor sie wieder in die Ladeschale muss.
Technikexpertin Katie Linendoll schwärmte auf CNN von dem nützlichen Rettungsautomaten: “Wenn solch ein fortschrittliches Gerät zur Verfügung steht, in der das Beste zum Einsatz kommt, was wir zu entwickeln imstande sind, dann will man so etwas wie E.M.I.L.Y diesen Sommer natürlich nirgends missen”. Vorläufig werden sich nur Schwimmer in Malibu ein wenig sicherer fühlen dürfen, 25 weitere Strände sollen aber bis Dezember ebenfalls mit E.M.I.L.Y´s Schwestern ausgerüstet werden. Der augenblickliche Technikstand wird dabei noch erfordern, dass ein Mitglied des Rettungsteams im Ernstfall die Fernbedienung zur Hand nimmt und per eingebautem Lautsprecher beruhigend und anleitend auf die zu rettende Person einwirkt. Bereits ab kommenden Frühling will man aber schon so weit sein, dass E.M.I.L.Y komplett unabhängig und autark ihren wichtigen Job zu verrichten imstande ist.
Natürlich wird E.M.I.L.Y niemals menschliches Personal komplett ersetzen können. Jedenfalls ist das im Augenblick noch nicht absehbar und vor dem Hintergrund der sehr bekannten Gefahr technischen Versagens auch nicht ratsam. Aber als technischer Assistent, der in einem kritischen Augenblick, in welchem Sekunden über Leben und Tod entscheiden können, zusätzliche Unterstützungsarbeit verrichtet, dürfte der Sinn und Zweck dieser Apparatur kaum zu verkennen sein.
Gespannt sein darf man wohl besonders auf die vollautomatisierte E.M.I.L.Y Version im kommenden Jahr. Hoffentlich läuft die Software, die Problemfälle im Wasser automatisch identifizieren soll, nicht auf einem Windows Betriebssystem. Ansonsten wird man wohl des Öfteren die Rettungskräfte dabei beobachten können, wie sie dem Schwimmroboter mit einem Reboot Erste Hilfe leisten.