Wussten Sie schon von den Gefahren bei der WM 2010? Nein, nicht für die Spieler, die dort Schien- und Wadenbein riskieren. Sondern für Sie, den Fernsehzuschauer! Denn wenn man kein Spiel verpassen will, hat man ja nur Augen für die Mattscheibe, für Tore, Elfmeter, Sieg oder Niederlage.
Die überlebenswichtigen Grundnahrungsmittel wie Bier, Chips und andere Leckereien hat man in weiser Voraussicht schon Tage vorher herangekarrt und rund um den Fernseher drapiert. Hardcore-Fans haben sich ein Campingklo und einen Kühlschrank in die gute Stube gestellt und ihren Jahresurlaub genommen. So ausgestattet hat man gute Chancen, nichts zu verpassen. Die Frau ist für die Zeit zur besten Freundin gezogen, wo sie sich mit ungestörtem Sex-in-the-City-Gucken einen lang gehegten Traum erfüllt und obendrein noch aus der Videothek allerlei von George Clooney geholt hat.
Die Kinder hat man zur Schwiegermutter gebracht. Und nun endlich, endlich Ruhe. Doch man hat einige der Gefahren bei der WM 2010 unterschätzt. Nein, nicht den erhöhten Cholesterinspiegel durch den Konsum von Fast Food. Auch nicht das Risiko eines Herzinfarktes bei zu großem Frust über ein gegnerisches Tor. Na gut, der Sofatisch ist kaputt, weil man in ungestümem Jubel draufgestiegen ist und getanzt hat. Der Teppich hat ein paar Brandlöcher mehr und wurde mit Dosenbier getränkt. Doch man hat sich ja sowieso vorgenommen, nach der WM einen neuen zu kaufen. Nein, die Gefahren bei der WM 2010 gehen von unseren Freunden, den Haustieren, aus. Denn plötzlich hört man die Geräusche einer Kettensäge. Und neben einem steht der riesenhaft gewachsene Hamster Spooky und erzählt uns, dass wir ihn seit Wochen nicht gefüttert haben. Wie sollten wir auch? Ein Hamster isst schließlich keine Chips und trinkt kein Bier, oder? Doch Spooky zwingt einen mit vorgehaltener Kettensäge zum Ordern von Pizza. Sofort. Per Telefon. Und genau die soll man dann in den Hamsterkäfig mit dem Laufrad legen, in die Spooky gerade noch mit einem Fuß hineinpasst.
Ja, das alles wäre nicht passiert, wenn man MTV geschaut hätte, verrät der Spot am Ende.
Doch nicht nur Goldhamsterbesitzer sind den Gefahren der WM 2010 ausgesetzt. Auch Hundebesitzer müssen befürchten dass Fiffi, Bello der Waldi irgendwann eine Stinkbombe ungeahnten Ausmaßes ins Wohnzimmer setzen oder dies derart markieren, dass es einen Wasserschaden gibt.
Also sollte man, um solchen und ähnlichen Gefahren der WM 2010 zu entgehen, seinen Hamster vor dem Beginn der Spiele in Punkto Selbstversorgung trainieren und Hundchen mit einem Schlüssel im Maul zum Gassigehen vor die Tür schicken.