Das Ess-Utensil, auf das so viele verzweifelte Jojo-Diätler und Ernährungsbürokraten gewartet haben ist endlich erfunden worden – der Nährwert Teller. Optisch ansprechend in farblich sauber abgegrenzte Food-Regionen aufgeteilt, sollten Fehler bei der Tellerbefüllung künftig der Vergangenheit angehören. Der Clou: Jeder Sektor ist für eine bestimmte Speisekomponente bestimmt. Somit ist also nicht nur vorgegeben, wohin Gemüse, Kartoffeln oder Fleisch gehören, sondern auch in welchen Mengen sich die Leckereien rechtmäßig auf dem Nährwert Teller einfinden dürfen. Ausdrücklich betont werden sollte dabei, dass für die maximale Menge der Refills keine herstellerseitigen Vorgaben formuliert wurden.
Praktischerweise gibt es das Verzehr-Utensil in drei verschiedenen Ausführungen, wodurch sich der Grad der Bevormundung stufenweise herab setzen lässt. Gerade die meisten Männer dürften beim Anblick der Diät-Ausführung, bei welcher gut 66% der Tellerfläche für Gemüse reserviert ist, in eine Art Schockstarre verfallen. Abhilfe schafft hier die “Super Size” Ausführung, die zur großflächigen Verteilung aller Arten von gegrillten Proteinen animiert. Das macht die anderen Bereiche zwar kleiner, aber vorhanden sind sie trotz allem noch. Es soll ja schließlich Menschen geben, in deren kulinarischer Welt bestimmte Lebensmittel meist pflanzlicher Herkunft durch einen stringenten Selektionsprozess schlichtweg ausgestorben sind. Durch den Nährwert Teller dürften daher viele dieser vernachlässigten Beilagen eine Renaissance erfahren – und wenn auch nur proportional.