Die New York Times veröffentlichte kürzlich die Serie „Abstract City“ von Christoph Niemann. Hier illustriert der bekannte Künstler in der Optik von Google Maps zum Beispiel seinen Weg von Eiern zum Omelett. Und beides, sowohl das Hühnerprodukt, als auch das fertige Pfannengericht sind hier identisch, nachdem sie sich auf verschlungenen Wegen und unter Zugabe von Salz und Pfeffer und vielleicht noch Schnittlauch vermischten. Das Ganze wirkt schon fast philosophisch und regt zum Nachdenken an, zeigt es doch, dass wir am Ende eines Weges oft genauso dastehen wie am Anfang.
Und auch die bekannten Präsidentenworte werden mittels zweier Straßen dargestellt. „Yes we can“ ist hierbei als eine kleine Nebenstraße dargestellt, die von der Hauptstraße „I can’t Believe It’s Not Butter“ abzweigt und so den „Butterweg“ sehr eindrucksvoll als demonstriert. Faszinierend wirkt auch der Kaugummi in einer quadratisch- abstrakten Welt, fast als sei dieser der Mittelpunkt der modernen Zeiten.
Christoph Niemann , der auch ein Kinderbuch schrieb, indem er China und dessen Einwohner jungen Lesern näherbringt, gewann mit seinen Arbeiten diverse Preise. Nachdem er 11 Jahre lang in New York lebte, ist er mit seiner Frau und den vier Kindern nach Berlin gezogen.