Hollywood verwurstet weiterhin alte Filme, Serien und Konzepte, als wären neue Ideen bei der Finanzkrise gleich mit untergegangen. Was bei den großen Studios vor allem bedeutet, alles auf Hochglanz, Action und Ramba Zamba zu trimmen. Manchmal sieht es aber nur so aus, als ob etwas ein Remake wäre, und alles stellt sich als ein Mißverständis heraus. So hat der neue „Repo Men“ (mit „e“) eigentlich nichts mit dem alten „Repo Man“ (mit „a“) von 1984 gemeinsam. Letzteres ist ein Klassiker und Kultfilm (aus einer Zeit, als man dieses Wort noch ganz unschuldig und ernst gemeint benutzen konnte), ersteres einfach nur eine typische, auf Hochglanz, Action und Ramba Zamba getrimmte Produktion. Wo der eine Protagonist noch Autos von zahlungsunfähigen Käufern wiederbeschaffte, müssen es heutzutage gleich mal lebenswichtige Organe sein.
Alex Cox, der Regisseur des Klassikers hat übrigens vor einem Jahr unter der Produktion von David Lynch eine Fortsetzung gedreht. Doch bis auf ein kleines Festivalpublikum hat noch niemand „Repo Chick“ zu sehen bekommen. Es ist anzunehmen, dass dem Film die heutzutage so wichtigen Zutaten namens Hochglanz, Action etc. fehlen. Wenn man den Trailer sieht, kann es aber auch sein, dass „Chick“ vielleicht einfach nur sehr, sehr schlecht ist. Trash ist es definitiv: