Wer hätte das gedacht? Das Oberhaupt des Vatikans, die andern, hohen kirchlichen Würdenträger und natürlich auch die Nonnen stehen offensichtlich weder auf das Te deum noch auf andere urkatholische Liturgien: Die heilige Mannschaft um Papst Benedict ist offensichtlich Fan von John Lennon und rockt vielleicht sogar zur Musik von Pink Floyd, Paul Simon oder auch von Carlos Santana.
Das kann man der Vatikanzeitung L’Osservatore Romano entnehmen. Und der London Telegraph berichtet, dass diese Top Ten Alben aus dem Vatikan vielleicht eine Alternative zum etwas anderen Liedgut des San Remo Festivals der Schlagermusik in Liguria sein könnten, das in Italien nicht auf uneingeschränkte Zustimmung stößt. Auch Michael Jackson gehört zu den Lieblingsinterpreten der kirchlichen Obrigkeit. Das David-Crosby-Album „If I could only Remember My Name” wird sicherlich nach dem Genuss von reichlich Messwein aufgelegt und mitgesummt, während The Nightfly von Donald Flagan wohl eher den Engeln gewidmet ist. Die Kirchenleute selber sagten, dass ihre Lieblingsalben eine tolle, musikalische Unterhaltung für jemanden sein, den man auf eine einsame Insel verbannt hätte. Fragt sich nur, wo das Stones Album “Let it bleed” geblieben ist. Das hätte doch so gut zum Vatikan gepasst- von wegen Stigmata und Co.