Er gilt als Entdecker der Psychoanalyse, er reiste mit seinen Klienten ins Unterbewusste und stellte eigentlich den Prototyp des Wissenschaftlers dar, der sein eigenes Ich, Es und Übergriff bestens im Griff zu haben schien. Doch Sigmund Freud soll zum Kokain gegriffen haben, einer Droge, die zu seinen Lebenszeiten vor allem in Künstlerkreisen rasche Verbreitung fand.
Und auch Andy Warhol hatte seinen kleinen Helfer in Gestalt der Amphetaminmischung Obetrol. Der Schriftsteller Truman Capote soll sogar eine ganze Reihe von Drogen konsumiert haben, während der nach außen hin so souverän wirkende Faulkner Alkoholiker war. Auch Operndiven wie Maria Callas haben sich die Erfüllung mancher Sehnsüchte durch eine Sucht versprochen, bei ihr war es das Narkotikum Kuaaluyd. Und bis heute ist ungewiss, ob ihr früher Tod mit nur 53 Jahren nicht auch eine Folge von Alkohol-und Drogenmissbrauch war.
Auch Lewis Caroll schuf sich sein ganz persönliches Wunderland mithilfe von Opium. Edith Piaf dagegen hat ihre Drogensucht nie verschwiegen: Die als „Spatz von Paris“ bekannt gewordene Chansonsängerin verstarb im Alter von 47 Jahren infolge von Alkohol-und Drogenmissbrauch.
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1 Kommentar
Allerdings, ein endloses Thema. Wäre ein Ansatzpunkt, um sich generell mal weitere Gedanken zur gesellschaftlichen Snaktionierung von "Rausch" im allgemeinen zu machen bzw. eben den ins Verhältnis zu setzen zu jeder Form von (vor allem künstlerischer, aber auch wissenschaftlicher) Kreativität. Gibts ja auch etliche schlaue Abhandlungen dazu. Zwei weitere exzentrische Beispiele fallen mir auf Anhieb ein: Schiller konnte nur arbeiten, wenn in seiner Schreibtisch-Schublade eine Anzahl faulender (und also riechender) Äpfel lag; Fassbinder hat beim Drehbuchschreiben bislang drei Tage und Nächte komplett durchgearbeitet - vermutlich mit einem irren Cocktail aus allem Möglichen. Resultate ambivalent: Der eine wie der andere mit der größte Bomber auf seinem Gebiet - Exitus aber mit 37 (Fassbinder) bzw. 45 (Schiller). Hat halt alles sein Für und Wider.